Der Jakobsweg ist eine Herausforderung

Der Jakobsweg ist eine Herausforderung

Salzgitter/Burgos Die Radsportler Manfred Kramer und Adrian Maas müssen in den Pyrenäen manches Hindernis meistern.

Von Jörg Werner David

Schwieriges Terrain: Adrian Maas radelt auf dem Jakobsweg.
Schwieriges Terrain: Adrian Maas radelt auf dem Jakobsweg.
Foto: Manfred Kramer

Die beiden Jakobs-Radler Manfred Kramer und Adrian Maas liegen voll im Plan. „Alle sind guter Laune und die Tour ist eine interessante Erfahrung“, meldete Manfred Kramer nach der sechsten Etappe. Elf weitere lagen da allerdings noch vor dem Duo, das Spenden für Peter Maffays Tabaluga-Stiftung sammeln will.

„Es ist jeder Tag anders, die Höhenmeter oder die Wege sind eine Herausforderung.“
„Es ist jeder Tag anders, die Höhenmeter oder die Wege sind eine Herausforderung.“

Manfred Kramer, sportlicher Pilger auf dem Jakobsweg.

Sportlich begann das Vorhaben, den Jakobsweg per Fahrrad zu bewältigen, zunächst nicht so anspruchsvoll. Nach dem Abschied am Beddinger VW-Werk ging es nach Regensburg. Dort trafen sie ihren Freund Manfred Bork, der das von Volkswagen und MAN Truck & Bus unterstützte Begleitfahrzeug steuert.

Dann wurde es ungemütlich. In Frankreich nahmen Kramer und Maas im beschaulichen St. Jean-Pied-de-Port die erste Etappe auf dem Jakobsweg nach Roncesvalles durch Nebel, Regen und Schnee in Angriff. Bis auf 1456 Meter Höhe ging die Tour – das war gleich eine große Herausforderung.

Auch den nächsten Tagesabschnitt mussten beide Radfahrer im Regen absolvieren und waren froh, dass am Endpunkt der Etappe Manfred Bork schon ein Quartier gefunden hatte. Er gibt zudem unterwegs Tipps zur Route. Das erleichtere den beiden Radlern den Tagesablauf.

„Es ist jeder Tag anders, die verschiedenen Landschaften, die Höhenmeter oder die Wege sind eine Herausforderung. Unterwegs treffen wir aber immer wieder interessante Leute“, berichtete Manfred Kramer. Und Adrian Maas ergänzte: „Wir haben schon viele Tipps und Anregungen bekommen. Jeder Pilger ist bemüht, sein Wissen zu teilen.“

Auf den Etappen drei und vier gab es endlich strahlenden Sonnenschein und 28 Grad. Allerdings mussten alle – schon in Spanien – Estella umfahren. Der Ort war gesperrt – ausgerechnet wegen eines Profi-Radrennens.

Die fünfte Etappe führte das Duo nach Santo Domingo de la Calzada. Das erste Drittel des Jakobweges forderte mit ersten Ermüdungserscheinungen und Muskelkater Tribut. Doch kaum war tags darauf der erste Berg bewältigt, stieg die Motivation. „Die Welt sah schon wieder anders aus und der Blick auf die typische Landschaft der Navarro, rote Erde, Weinberge und viele steinige Feldwege versöhnte uns“, berichteten die Fahrer.

Das schwierige Terrain fordert indes volle Konzentration. Nachdem sowohl Maas als auch Kramer gestürzt waren, gönnte sich das Trio in Santo Domingo de la Calzada einen Ruhetag. Kräfte sammeln, die Seele ein wenig baumeln lassen sowie Wäschewaschen standen an.

DER GUTE ZWECK

Manfred Kramer (62), früher Betriebsrat im VW-Werk Salzgitter, engagiert sich im Ruhestand für die Arbeit der Peter-Maffay-Stiftung, die es traumatisierten Kindern ermöglicht Ferien zu machen. Mit dem VW-Mitarbeiter Adrian Maas radelt er 1000 Kilometer auf dem Jakobsweg, um Spenden für die Stiftung zu sammeln.

Vor der Erholung in einem herrlichen Hotel in Burgos stand tags darauf wieder eine anspruchsvolle Etappe mit viel Sonnenschein und etlichen Steigungen. Es gab dabei den ersten platten Reifen der Tour: Adrian Maas musste sich vom Begleitfahrzeug abholen. Manfred Kramer fuhr diesen Abschnitt mal allein zu Ende.

 

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